Gelesen: Die Grüne Revolution

Schon wieder ein schlaues Buch gelesen! Die Hälfte kannte ich zwar schon, dennoch lohnte die Lektüre. In „Die Grüne Revolution“ sammeln Marc Beise und Hans-Jürgen Jakobs die Texte aus der gleichnamigen Serie im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung. Klimawandel, Fleischkonsum, Zukunft der Städte, Fukushima sind die Themen. Der Ton ist angenehm unaufgeregt und unideologisch.Leitzitat dabei: „In den nächsten 20 Jahren werden wir mehr Veränderungen erleben als in den vergangenen 100.“

Beise und Jakobs machen deutlich, dass wir am Beginn einer Zeitenwende stehen und dabei verbreitet das Buch einen vorsichtigen Optimismus.

Hat mich außerdem daran erinnert, dass der Wirtschaftsteil der SZ fast immer lesenswert ist!

Marc Beise / Hans-Jürgen Jakobs. Die Grüne Revolution. SZ Verlag. 19.90 Euro

PS.: Nerd Attack!

Noch eine kleine Anmerkung zu Nerd Attack!:

Christian Stöcker setzt sich auch mit Internet-Kritikern wie Nicolas Carr, Lanier, Frank Schirrmacher auseinander. Diese fürchten bekanntlich – um es sehr zu verkürzen -, dass das Internet uns dumm macht. Oder wenigstens unkonzentriert.

Stöcker setzt sich kritisch, aber gleichzeitig angenehm undogmatisch und unaufgeregt mit deren Argumtenten auseinander (zum Beispiel in dem er einen genaueren Blick auf die HP Studie von 2007 wirft, nach der E-Mails angeblich eine Wirkung wie Haschisch haben).

Was mich bei dieser Diskussion immer wundert, ist das kaum einer in Deutschland die einfachste aller Lösungen für das Problem der Überstimulans des Internets zu kennen scheint: Sie heißt macfreedom. Auf http://www.macfreedom.com

Brot und Wortspiele in der kleinen Konditorei

Die kleine konditorei ist wieder da, und zwar so richtig. Mit vier Läden, alle bei mir in der Nachbarschaft.

Als Freund guter Brötchen konnte es einem in den letzten Jahrzehnten Angst und Bange werden. Zuerst kamen diese Bäckereien à la Kamps. Deren Macher hatten festgestellt, dass man mit Brot richtig Geld verdienen kann. Landauf, landab buken sie die gleichen Backwaren. Nicht so richtig schlecht, aber weit davon entfernt richtig gut zu sein. Die Produktionkosten gegenüber dem normalen Bäcker um die Ecke, der sein Handwerk versteht, haben diese Ketten schätzungsweise halbiert. Folge: Bei den kleinen Um-die-Ecke-Bäcker gingen die Öfen aus.

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