Der kleine Jacob ist mit dem Service bei TUIfly nicht zufrieden

TUIfly Boeing 737-800

TUIfly Boeing 737-800 (Photo credit: Wikipedia)

Der kleine Jacob möchte mit seinen Eltern  nach Griechenland fliegen. Dort will er im Sand buddeln, Katzen jagen, und Kekse essen – also alles, was man so macht, wenn man 1 3/4 Jahre alt ist und Urlaub hat.

Jacob fliegt ab Hamburg mit einer Boeing 737 Chartermaschine von TUIfly. Netterweise wollen die Leute von TUIfly kein Geld für den Flug von Jacob. Mama und Papa haben schon bezahlt und da Jacob unter 2 ist, darf er umsonst mitfliegen.

Okay, Jacob muss auf Mamas Schoß sitzen. TUIfly hat also keinen nennenswerten Umstände dadurch, dass sie Jacob gratis fliegen lassen. Außer, dass sie ihm bei Abflug einen gelben Wasserball in die Hand drücken (natürlich noch unaufgeblasen abgepackt). Trotzdem nett von TUIfly!

Der Flieger hebt ab, es ist Jacobs erster Flug, aber er ist komplett unbeeindruckt und nuckelt entspannt an seinem innocent Beeren Smoothie. „Macht dich beerenstark“ steht auf der Flasche.

Nach einer halben Stunde gibt es belegte Brote. Mama und Papa sind etwas enttäuscht. Bei einem Flug von zweieinhalb Stunden hatten sie eine Auswahl von Hühnchen mit Zitrone und Lachs in Sahnesoße erwartet. Aber belegte, in Cellophan eingeschweißte Brote sind schließlich besser als nichts.

Die Stewardess teilt die Brote aus. Mama eins. Papa eins. Jacob streckt erwartungsfroh die Händchen aus. Doch die bleiben leer.

Die Stewardess ist schon halb weiter, als Mama fragt: „Kriegt unser Sohn auch ein abgepacktes, belegtes Brötchen?“

„Nein“, sagt die Stewardess.

„Wirklich nicht?“ schaltet sich Papa ein.

Die Stewardess seufzt ungeduldig: „Er hat ja keinen Sitzplatz.“ Und ist schon weiter, um in der nächsten Reihe weitere Cellophan-Brötchen zu verteilen.

Ne, ist logisch: Wer keinen Sitzplatz bei TUIfly hat, bekommt auch nichts zu essen, wär‘ ja noch schöner.

Jacob ist noch klein und weiß daher nicht, wie man sich benimmt. Er benimmt sich ja selbst oft unmöglich. Schreit laut. Oder gießt  einen Smoothie über die Polstersitze fremder Leute.

Deswegen stört es ihn auch nicht, dass er mit einer Fluglinie unterwegs ist, die Kleinkinder zwar an Bord lässt, dann aber kein Brötchen für sie übrig hat. Jacob ist das egal. Er futtert einfach Mamas Brötchen. Und nuckelt an seinem Smoothie. Der wird ihn beerenstark machen.

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