Gelesen: The Peculiar von Stefan Bachmann

THE PECULIAR

Zwar bin ich (leider) keine 15 mehr, das hält mich aber nicht davon ab, gelegentlich Bücher zu lesen, die eher für diese als für meine Altersgruppe geschrieben werden. Kürzlich war der Verlag HarperCollins so nett, mir ein Exemplar von „The Peculiar“ zur Verfügung zu stellen. Das Buch erwies sich als ausgezeichnet Lektüre für eine Bahnfahrt Hamburg-München und zurück.

Vom Autor Stephan Bachmann heißt es in den Presseinfos, er habe als 16-Jähriger mit dem Schreiben des Buches angefangen. Wunderkind, ick hör Dir trapsen. Es erübrigt sich fast, zu erwähnen, dass Harry Potter, Eragon, Gotham City etc. durchschimmern – aber das tut der sehr kurzweiligen Lektüre keinen Abbruch, im Gegenteil.

Das Setting des Romans ist – sofern es so etwas gibt – dickensianisch-viktorianisch mit einem gehörigen Schuss Fantasy (inklusive mechanischer Vögel). Die Helden Bartholemew Kettle und seine Schwester Hettie – beide so genannte „Peculiars“ – sind von der Gesellschaft ausgeschlossen und werden daher zu Hause versteckt. Eines Tages beobachtet Bartholemew einen Entführung – und es kommt ein Krimi ins Rollen.

Wirklich beachtlich ist die extrem gute Konstruktion Story: Jedes Handlungsrädchen greift ins nächste, scheinbar nebensächliche Details entfalten etliche Seiten später ihre tatsächliche Bedeutung, nichts knirscht in der Dramaturgie. Die Zielgruppe dürfte „The Peculiar“ schnell dem Schulhofkanon einverleiben. Und für die Älteren gibt Stefan Bachmanns Debut allermindestens eine exzellente Bahnlektüre ab.

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