Cookies 2.0: QKies

Ich habe mich immer gefragt, wer eigentlich die ganzen QR Codes nutzt. Ich habe zwar auch einen QR Code Reader auf meinem iPhone, nutze den aber so gut wie. Besonders absurd finde ich QR Codes auf großen Plakaten an der Autobahn oder in TV-Sendungen.

Jetzt aber haben QR Codes ihren natürlichen Verbündeten, wenn nicht gar ihren Seelenverwandten gefunden: Kekse.

Kekse mit QR Code scheinen das neue große Ding zu sein: Gibt’s einmal hier bei Qkies (sprich „Cookies“, ich las zuerst „Quieks“).

Mit Qkies kann man QR Codes auf Keksen platzieren – laut Hersteller eine superorigelle Art die eigenen Party zu promoten. Zumindestens im  b2b Bereich kann ich mir gut vorstellen, dass das funktioniert und die Webseite ist sowieso sehr gut gemacht.

Der  chinesische E-Book-Anbieter Four Directions hat etwas ähnliches schon gemacht, indem sie ein E-Book mit QR Code Keksen beworben haben (die allerdings nicht von Qkies stammten). Auch ’ne gute Idee!

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Mischmasch

Mischmasch

Mischmasch

Ein häufig bemühter Topos der Sprachkritik ist die Auseinandersetzung mit Anglizismen.

Ob man nicht auch „Bergrad“ statt „Mountainbike“ sagen könne, fragen Wolf Schneider & Co. Und was das eigentlich für ein Wahnsinn sei mit „Wellness“ – so ein Wort gibt es im Englischen ja noch nicht einmal.

Wenig beachtet wird es dagegen, wenn das  Deutsche sich erfolgreich gegen die Anglisierung verteidigt – und das sogar noch ganz cool daherkommt.

Ich habe über dieses Phänomen streng wissenschaftlich Feldstudien durchgeführt. Und kann nun sagen, dass man es meist bei einem urbanen, in Agenturen malochenden, Thirtysomething Klientel begegnet. Leute, die eher Puma als Nike tragen.

Puma statt Nike sagt es im Grunde schon alles: Deutsches Traditionsunternehmen, Familie, kein Ami-Gedröhne. Und dennoch hip von Manhattan bis Tokyo. Weiterlesen

#PENNY vs #REWE

„Penny hat als nahversorgender Discounter eine Daseinsberechtigung.“ sagte Penny Chef Alain Caparros kürzlich im Interview mit der FTD.

Schöner könnte ich es auch nicht formulieren und daher möchte ich mich diesem Statement voll & ganz anschließen.

Lange Jahre war Penny wirklich ein gammeliger Graus, ein Supermarkt des Schreckens, teurer als Aldi aber mit deutlich schlechteren Produkten.

Kürzlich habe ich mal wieder einen Pennymarkt besucht. An einem diesigen Oktoberabend schien mir das Licht auf einmal so heimelig zu leuchten. Ich fühlte mich sofort zuhause: Das Obst frisch, die Regale gut sortiert, das Personal charmant, witzig, kompetent.

Als Krönung aber gab es geschnittene, in Plastik abgepackte Kokosnüsse! Wow, das ist ja Bounty Natur, dachte ich. Und außerdem hatte ich das so im Supermarkt noch nie.

 

Nashorn, Einhorn, Knäckebrot

Es gibt ja die allersonderbarsten Getränke. Tatsächlich scheint mir der Getränkemarkt so unübersichtlich wie nur was. Klar, es gibt die ca. 50 großen Player wie Coke, Säfte, Eistees usw. Dann aber tut sich ein täglich länger werdender long tail auf, so ein richtig laaaaaanger Schwanz halt.

Geht  wenn man mit offenen Augen durch die Regalreihen der Supermärkte, springt einen die abenteuerlichste Plörre an. Mich zuletzt Rhino‘s Relaxation Drink. Schmeckt fruchtig mit einer leicht metallischen Note – insgesamt absolut okay.

Nun ist Rhino‘s Relaxation Drink aber kein gewöhnlicher Drink.  Sondern ein Functional Drink. Soll die Konzentration fördern und von Stress befreien. Jetzt denkt man natürlich: Das sind ja 2 Sachen auf einmal. Wie soll das denn gehen? Nun, ich erlaube mir die Vermutung, dass es dieser functional Drink alles mögliche kann – solange der Konsument ganz, ganz fest dran glaubt.

Ansonsten scheint mit die Wirkung eher unwahrscheinlich:  In dem Saft steckt  ein bisschen Baldrian und ein bisschen Zitronenmelisse als Downer  und  Vitamin B6 und Vitamin B12 als Upper. Bei mir hat‘s nicht gewirkt. Jedenfalls nicht mehr, als eine Scheibe Knäckebrot konzentrationsfördernd wirkt – in Knäcke ist ja bekanntlich auch Vitamin B6.

In der gleichen Nashorn Reihe gibt Rhino’s Classic und Rhino’s redberry. Vielleicht wird ja bald – für die weibliche Zielgruppe noch eine Einhornvariante entwickelt? Ich würd’s kaufen, just for the fun of it.

PS: den Drink kann man auch bestellen, und zwar in diesem faszinierenden Online Shop http://www.szene-drinks.com/

Lindt: Nice to sweet you

Lindt wird cool mit Nice to sweet you

Lindt wird cool:  Nice to sweet you heißt die neue Linie. Das Unternehmen aus Aachen will sich offenbar verjüngen und gräbt nach einer urbanen, weiblichen Zielgruppe. Nice to sweet you gibt es als Strawberry Cheesecake, als Cookies & Cream, als Caramel Brownie und als Nougat Crunch. Die Verpackungen sind schwarz, schmal, englisch.

Angesichts dieser Symptome diagnostiziere ich mal: Lindt hat das Problem vieler in die Jahre gekommener Edelmarken: Was früher premium war, kommt 2012 alt & spießig rüber. Also erfindet man sich neu. Aber nicht gleich ganz neu, sondern nach dem Motto Expand Your Brand bringt man einen neue Linie auf den Markt. Weiterlesen