Jetzt auch als Fußball-Snack: Wirsingchips von Heimatgut

Mittwochabend, Champions League. Real Madrid gegen Bayern München. Freund O. kommt mich besuchen, wir wollen das Spiel gemeinsam schauen. O. ist St. Pauli Fan, ich HSV. Wir können uns dieses Spiel also entspannt ansehen, in der Hoffnung auf ein spannendes Match.

O. hat etwas „zum Knabbern“ mitgebracht, weil es bei mir angeblich nie etwas gibt. Zwei Tüten Chips. Bzw. was man so „Chips“ nennt. Denn genauer gesagt überreicht mir Freund O. zwei Tüten Wirsing-Chips von Heimatgut. In den Sorten Cheesy Paprika und Italian Herb. Kürzlich hatte ich darüber gebloggt, nachdem ich diese neuen Chips bei Edeka gekauft hatte.  O. sagt, er hätte meinen Blog dazu nicht gelesen, sondern die Wirsing-Chips mitgebracht, weil er mit etwas Gutes tun wolle.

O. ist seit kurzem Veganer. Bier trinkt er noch, aber bei Chips ist er wählerisch geworden und mittlerweile schmecken ihm solche Gemüsechips besser als fettige Salzchips. Auch zum Bier, auch beim Fußball.
Nach weniger als 20 Minuten bringt Benzema Real 1:0 in Führung. O. jubelt. „Warum freust Du dich jetzt darüber?“, frage ich.“Wenn wir überhaupt für jemanden sein sollten, dann doch bitte für die Bayern.“
Neinnein, Bayern, das ginge für ihn nicht mehr, meint er da. Guardiola sei zwar ein supersuper Spitzenmann, und die Mannschaft spiele fabelhaft. Aber das mit Uli Hoeneß geht gar nicht.
„Ach, das bisschen Steuerhinterziehung“, entgegne ich. „Hätte jedem von uns passieren können. Wer passt bei der Steuererklärung schon so genau auf.“
Das mit der Steuer sei ihm egal, meint O. Was gar nicht ginge, das ist das mit den Würsten. Uli Hoeneß ist Wurstfabrikant in großem Stil, hat damit richtig Geld verdient. O. hält mir die nunmehr fast leere Tüte mit den Italian Herb Wirsing-Chips hin.
„Und das nehme ich ihm wirklich übel“, redet sich O. nun in Rage. Massentierhaltung sei eines der Grundübel unserer Gesellschaft. Hoeneß macht einen auf Mutter Theresa vom Tegernsee, aber wer denkt an die armen Schweine?
Stimmt irgendwie denke ich und schaue nachdenklich auf den Bildschirm. Andererseits geht es beim Fußball ohne eine ordentliche Wurst in der Halbzeit nun einmal nicht. Oder?

Der Rest des Spiels ist keine Freude, jedenfalls nicht für Pep Guardiola und Uli Hoeneß. Die Bayern kriegen den Ball einfach nicht ins Tor, obgleich sie drückend überlegen sind.

Die armen Schweine denke ich, als das Spiel nach 90 Minuten zu Ende ist, es immer noch 1:0 steht und die zwei Tüten mit den Chips leer sind.

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2 Gedanken zu “Jetzt auch als Fußball-Snack: Wirsingchips von Heimatgut

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