Choc schwere Not

Darf man mit Essen Spielen? Auf jeden Fall, jedenfalls so lang es sich um Schokolade handelt: Ü-Ei, Weihnachtsmänner, Osterhasen, Schokotaler, Schokozigarretten – Ihr wisst, was ich meine.

Neulich entdecke ich an der Kasse vom Bio-Supermarkt Erdkorn in der Rentzelstraße (der übrigens immer herrlich leer ist,aber das nur nebenbei) dieses neue Spielzeug:

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iChoc. Das muss man sich erstmal mal auf der Zunge zergehen lassen. Übrigens liegt direkt neben dem Erdkorn ein Apple Händler, aber auch das nur nebenbei. Keine Ahnung, ob Tim Cook von dieser iChocolade gehört hat, oder was die Apple Rechtsabteilung dazu sagt, wenn sie mal in der Rentzelstraße bio-shoppen sollte.

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Jedes Bier hat seinen Preis

Prost! Gerade zu WM Zeiten ist es ja wichtig, sich mit anderen Ländern und Kulturen auseinander zu setzen. Und was könnte spannender sein, als die Frage, wie die es mit dem Bierkonsum halten? Beim Preis für Bier gibt es gewaltige Unterschiede: So kostet ein Bier in der Ukraine 0.59 Dollar, im Iran dagegen 7.71 Dollar.

Zu solchen und anderen Zahlen rund um den Bierpreis haben die Jungs von FinancesOnline.com eine sehr hübsche Infografik  erstellt.

Wenn es um Bierkonsum geht sind die Deutschen übrigens nicht auf Platz eins – das hat ein anderes Land geschafft. Aber seht selbst: Weiterlesen

Spinatstaub für Grüne Smoothies von Lebepur

Spinatpulver von Lebepur für Grüne Smoothies

Spinatpulver von Lebepur für Grüne Smoothies

Kaum hatte ich meinen letzten Blogbeitrag über Grüne Smoothies verfasst, bekam ich eine Mail von Leserin Maike aus Regensburg: Ob ich das Pulver für Grüne Smoothies kennen würde, fragte sie mich.

Kannte ich bis dahin nicht, bin dann aber praktisch umgehend ins Reformhaus Engelhardt gerannt und  habe dort für eine Tüte Spinatpulver von Lebepur gekauft. Kostet knapp sieben Euro. Ein Beutel enthält 125 Gramm und das soll einem Kilo frischen Spinat entsprechen.

Das Problem bei Grünen Smoothies ist ja: Die Mixer, mit denen man das Gemüse für die Grünen Smoothies gemäß der reinen Lehre zerkleinern soll, kosten ca. 700 Euro. Ist also jetzt nicht so billig. Weiterlesen

„Die Millionärsfabrik“ – ein komisches Buch über Amazon

Die Millionärsfabrik - Philipp Puttkammer

Die Millionärsfabrik – Philipp Puttkammer

Komische Bücher gibt’s. Und im Bereich E-Commerce scheint es mir besonders viele komische Bücher zu geben. Kürzlich wunderte ich in diesem Blog über einen Ratgeber von Olaf Huth zur Erstellung von Online-Shops. Sehr gutes Buch. Aber mit einem vollkommen irreführenden Cover. Top Inhalt, eigentümliche Verpackung.

Nun kommt mir ein anderes Buch in die Hände, welches wieder einen schreienden Gegensatz zwischen Verpackung und Inhalt aufweist. „Die Millionärsfabrik“ von Philipp Puttkammer. Das Buch trumpft mit allem auf, was es für  unfreiwillige Komik braucht: Zunächst der albern-aufschneiderische Titel. So glaubhaft wie eine „20-Kilo-in-3-Wochen-Diät“. Weiterlesen

Gelesen: Digitales Erzählen von Dennis Eick

"Digitales Erzählen" von Dennis Eick
„Digitales Erzählen“ von Dennis Eick

Die Digitalisierung der Medienlandschaft hat in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe neuer Erzählformate ermöglicht. Dazu gehören E-Book, viraler Spot, Web-Serie, oder auch Geschichten, die gleich über mehrere Kanäle gestreut werden. Dennis Eick, Drehbuchexperte und Dozent an Filmschulen, beleuchtet diese neuen Möglichkeiten in „Digitales Erzählen“ und liefert eine solide Bestandsaufnahme der Neuen Medien.

Nach einer kurzen Einführung in die Erzähltheorie („Warum erzählen wir überhaupt Geschichten?) stellt Eick die neuen Erzählformen im Detail vor. Akademisch im Ton, dank zahlreicher Beispiele aber praxisnah, untersucht er, ob und wie die neuen Formate eigene Anforderungen an die Dramaturgie stellen. Da wären zunächst virale Werbespots – ein unbestreitbares Produkt der Digitalisierung. Spots wie der für „We placed a button“ für den TV Sender TNT, „Tomatina“ von Ray Ban oder der (parodierte) „Selbstmordattentäter“-Spot von Volkswagen ähneln zwar dem klassischen TV-Spot, unterscheiden sich davon aber auch in wesentlichen Punkten. Eick klassifiziert sie als eigenes Genre, da nicht das „Kauf mich!“ im Vordergrund steht, sondern das „Teile mich!“ Erzählerisch zeichnen sich erfolgreiche Viralspots durch eine eigene Dramaturgie aus, deren zentrale Eigenschaften Überraschung, Provokation und Humor sind.

Stärker noch als die Werbebranche wird derzeit der Buchmarkt durch die Digitalisierung herausgefordert. Während der Verkauf gedruckter Büchern abnimmt, wächst der Absatz von E-Books rasant an. Vielfach wird befürchtet, dass Buchverlage durch illegale Kopien ähnlich ramponiert werden könnten, wie es der Musikindustrie geschehen ist. Das führt häufig zu emotional aufgeladenen Debatten, bei der die Traditionalisten im E-Book wahlweise eine überflüssige Spielerei oder den Untergang des Abendlandes sehen.

Dankenswerterweise lässt Dennis Eick sich auf solche ideologischen Diskussionen gar nicht erst ein. Stattdessen bilanziert er nüchtern den State-of-the-Art des E-Books: Er stellt die derzeit gängigen technischen Formate vor, prüft die Integration von Hörbüchern, Videos oder Bildern in E-Books und beleuchtet die Chancen des Selfpublishing. Und gerade diese Möglichkeit für Autoren, ihre Bücher komplett in Eigenregie über Amazon oder andere Plattformen zu vertreiben, könnte den Markt künftig kräftig durchschütteln. Dass Selfpublishing längst mehr als eine Nische ist, lässt sich daran ablesen, dass 2012 immerhin sieben der zehn meist verkauften Kindle-Bücher von den Autoren selbst veröffentlicht wurden.

Dass die Bedeutung großer Verlage als omnipotente Publisher auf dem Prüfstand steht, lässt sich auch an einem anderen Phänomen ablesen: den zunehmend erfolgreichen Web-Serien auf Youtube & Co. Bekannte Beispiele sind das deutsche „Wir sind größer als groß“, oder die US-Produktionen „Anyone but me“ oder Portlandia“. In letzterer hatten bereits Stars Steve Buscemi, Aimee Mann oder Kyle MacLachlan Gastauftritte. Die einzelnen Folgen sind dabei deutlich kürzer als bei einer handelsüblichen TV- Serie – in der Regel zwischen zwei und zehn Minuten. Die Kürze erfordert eine straffere Dramaturgie: So gibt es weniger Figuren und keine Nebenhandlung, außerdem muss die Handlung schnell auf den Punkt kommen – innerhalb der ersten 15 Sekunden muss es den ersten Hook geben. Sonst klickt der User ungeduldig weiter.

An Webserien wird auch deutlich, wie schwierig es ist, Fans von einem Kanal zu einem anderen zu transportieren. Bislang sind die meisten Versuche, eine Webserie im TV weiterlaufen zu lassen, gescheitert. Eine der wenigen Ausnahmen: „Web Therapy“ mit Lisa Kudrow.

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