Fußball, Kaffee, Sex mit Kondom, Teil 2

HSV - Werder am 23.11.2014. Danke an Andrea für das Foto!

HSV – Werder am 23.11.2014. Danke an Andrea für das Foto!

Was für ein schöner Sonntag! Ich war zugegebenermaßen mehr als skeptisch vor dem Spiel gegen Werder.

Aber dann ist es ein glorreiches, hochverdientes, toll herausgespieltes 2:0 für den HSV geworden. Adieu, Abstiegstplatz, auf Nimmerwiedersehen

In Hamburg fängt man nach einem solchen Spiel stets an, von Europa zu fabulieren, das ist so Brauch. Und völlig okay.

Ich jedenfalls habe in den 90 Minuten gelernt: Nicht immer so pessimistisch sein. Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Und noch etwas habe ich gelernt, und zwar über Zuiano-Coffee aus Bremen. Das war ja der Anlass für mich, überhaupt über Fußball zu bloggen. Ich hatte in meinen Blog die Frage aufgeworfen, warum der Zuiano-Kaffee eigentlich nicht Fair Trade ist?
Die Frage hat mir Christian von Zuiano prompt per Mail beantwortet und ich will seine Antwort hier gern wiedergeben. Denn Fair Trade liegt mir fast so sehr am Herzen, wie Fußball-Dinos.

Christian schreibt:

Wir achten penibelst auf Nachhaltigkeit und fairen Handel. Das erkennt man aber nicht anhand etwaiger Logos auf der Packung. Wieso? Wir kaufen in erster Linie von Plantagen, die unser Kaffee-Einkäufer Till persönlich kennt. Schließlich war er aufgrund seiner Profession schon in zahlreichen exotischen Ländern und hat dort diejenigen Kaffee-Fincas ausgewählt, die nicht nur die höchste Qualität liefern, sondern auch nachhaltig anbauen und einen fairen Lohn zahlen. Zahlen tut Zuiano übrigens auch fair, indem wir den Fincas deutlich mehr zahlen als den üblichen Marktpreis.

Erst wenn wir den Bedarf an Bohnen durch diese uns persönlich bekannten Fincas nicht mehr decken können, greifen wir auf solche zurück, die mit einem der folgenden Siegel ausgezeichnet wurden: Bio, Fairtrade, Rainforest Alliance oder Utz Certified. Aufgrund dieser, intern als „Zwei-Stufen-Prinzip“ titulierten, Herangehensweise ist es uns aber nicht erlaubt, mit diesen Siegeln offensiv zu werben. Aber wir sind von unserer Strategie weiterhin überzeugt, denn: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wir entscheiden lieber selbst, was für uns nachhaltig und fair bedeutet.

Was mich wieder einmal darin bestärkt, dass es gerade im Kaffee-Bereich offenbar für kleine Unternehmen wie Zuiano deutlich leichter ist, die eigene Supply-Chain zu kennen und zu kontrollieren, als das bei großen Playern der Fall ist. Aber dazu ein ander Mal mehr.

Jetzt stoßen wir erstmal mit einer Tasse Kaffee auf den 15.Platz an. Und am Samstag geht’s dann nach Augsburg. Die Buchmacher sehen den Gastgeber bei dem Spiel als Favoriten. Aber da halte ich dagegen!

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Ein Gedanke zu “Fußball, Kaffee, Sex mit Kondom, Teil 2

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