Gelesen: „PR-Texte“ von Helmut Ebert und „#BTW13. Bundestagswahl 2013“

#BTW13

#BTW13

#BTW13. Bundestagswahl 2013 – Themen, Tools, Wahlkampf

Klas Roggenkamp, Sebastian Schmidtsdorf. 2013. polisphere Verlag, 240 Seiten, 20,12 Euro. ISBN-13: 978-3938456767

Auf http://www.wahl.de werden Online-Aktivitäten von Politikern und Parteien analysiert. Und vor der Bundestagswahl 2013 gab es auf der Seite ein viel beachtetes Blog: Vertreter aus PR, Wissenschaft und Politik schrieben über den laufenden Wahlkampf und kommentierten Themen wie Europolitik, Energiewende – und natürlich Steinbrücks Stinkefinger und die Merkel-Raute.

Mit #BTW13 gibt es die Blogbeiträge nun gesammelt zwischen zwei Buchdeckeln. Nicht alle Texte haben den Wahlkampf gut überstanden, sie sind schlicht überholt. Doch besonders die Beiträge über den Wahlkampf im Netz sind noch immer lesenswert. Denn wie sich Politiker auf Pinterest oder Twitter schlagen, wird im klassischen Leitartikel der Tageszeitung so gut wie nie analysiert.  Auf diesem Feld bietet #BTW13 einen echten Mehrwert für alle.

PR-Texte von Helmut Ebert

PR-Texte von Helmut Ebert

PR-Texte von Helmut Ebert. 2014. UVK Verlagsgesellschaft. 242 Seiten. 29,99 Euro. ISBN: 978-3-86764-315-3

Texte in der PR – sind die eigentlich noch relevant? Haben nicht das Foto und mehr noch das Video den Text auf die hinteren Ränge verwiesen? Helmut Ebert argumentiert überzeugend dafür, dass dem nicht so ist. PR-Texte seien vielmehr das Rückgrat ein jeder Unternehmenskommunikation und für den Vertrauensaufbau mit den Stakeholdern unabdingbar, so der Bonner Linguist.

Ebert untersucht und definiert die verschiedenen Textarten der PR: Zum Beispiel Unternehmensleitbild, Kernauftrag, Mission Statement, Unternehmensphilosophie. Diese in der Praxis häufig schwammig benutzten Begriffe definiert er präzise und stellt kurz und bündig dar, wie man ihnen Gehalt verleiht. Außerdem untersucht er Medien der Kundenkommunikation wie Geschäftsbericht, Aktionärsbrief, Newsletter oder Kundenzeitschrift und die Felder der Mitarbeiterkommunikation wie Mitarbeiterzeitschrift, Führungsgrundsätze, Schwarzes Brett oder Intranet. Ebert analysiert präzise die jeweiligen Anforderungen und Fallstricke an diese Texte. Anhand zahlreicher Beispiele demonstriert er auch, wie viel heiße Luft allzu häufig in PR-Texten steckt: Denn schon der Blick auf die Webseiten vieler Unternehmen zeigt, dass zwar regelmäßig kommuniziert wird – die Inhalte sind aber oft derart glatt gebügelt, dass kaum eine Botschaften greifbar wird.

Ebert liefert mit „PR-Texte“ weniger einen Leitfaden zum lebendigen, verständlichen Schreiben à la Wolf Schneider. Stattdessen zeigt er mit seiner systematisch gegliederten Abhandlung, wie man mit Texten Gehalt gibt, so dass sie als Baustein der Unternehmensführung dienen können.

Das Buch ist eine anspruchsvolle Lektüre – keine schnell konsumierbare „How-to“-Fibel, sondern eine wissenschaftliche Abhandlung. Auch als Nachschlagewerk geeignet.

ZUERST ERSCHIENEN IM PRREPORT

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