Gelesen: Hagen Seidel: „Schrei vor Glück“ – Die Zalando Story

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht: Der Onlinehändler Zalando ist binnen weniger Jahre zum Superstar im Internet aufgestiegen. Vor gut fünf Jahren wurde das Unternehmen in Berlin gegründet. Robert Gentz und David Schneider, damals beide Mitte 20 und Absolventen der gleichen Elite-Hochschule, fingen mit dem Versand von Flipflops an. Da sich dieser Testballon im Hitze-Sommer 2008 als flugtauglich erwies, zeigten die beiden Jungunternehmer als nächstes, dass möglich ist, was man bis dahin für unmöglich hielt: Schuhe erfolgreich über das Internet zu verkaufen. Fünf Jahre später beeindruckt Zalando mit Zahlen wie diesen: 150.000 Artikel, 1.500 Marken, 15 Millionen Kunden. Und das ist nur eine Momentaufnahme. Natürlich wächst das Unternehmen rasant weiter, während die Konkurrenz in Schockstarre zu verharren scheint.

Allerdings – bei allem, was Zalando zu bieten hat – Schwarzen Zahlen waren bislang nicht dabei. 2012 belief sich der Verlust auf 93 Millionen Euro. Und noch ist nicht absehbar, wann Gentz und Schneider in die Gewinnzone eindringen werden. So schwingt bei dem Online-Märchen immer die Frage mit, ob da nicht irgendwann eine Blase platzt und die Investoren nass macht. Weiterlesen

Geschmackssachen: Noch einmal Green Juice von Harvest Moon

Kürzlich schrieb ich in diesem Blog über den Green Juice von Harvest Moon. Ich war nicht wirklich überzeugt von dem Getränk. Es schien mir, als würde das Etikett mehr versprechen, als der Inhalt hält.

Nun, ich lerne immer gern dazu. Daher habe ich mich ausgesprochen über eine Mail von Florian Jung gefreut. Florian Jung arbeitet für Harvest Moon und hat mir sehr ausführlich geschrieben, wie der Saft entstanden ist. Lest es Euch durch, es lohnt sich: Weiterlesen

Noch schlimmer als Green Juice von Harvest Moon: Kokolim von Zwergenwiese

Oh Mannomann! Da hatte ich mich kürzlich ein bisschen aufgeregt. Mir gefiel dieser Green Juice von Harvest Moon überhaupt nicht. Denn ich wollte Mango, Pfirsich, Spirula und Weizengras. Und fand dann so profanes Obst wie Apfel und Orange.

Beim Schreiben des Blogbeitrags hatte ich daher eine richtig geschwollene Halsschlagader und mein Puls ging erst am nächsten Tag wieder auf Normalgeschwindigkeit runter. Ich fühlte mich von „denen da oben“ für blöd verkauft. „Die meinen wohl, sie könnten sich alles erlauben“, grummelte ich vor mich hin.

Zum Glück habe ich mich dann schnell wieder beruhigt. Zwei Tage später las ich mein Geschreibsel noch einmal in Ruhe.  Und dachte: Ach, was soll’s. Der Saft von Harvest Moon schmeckt nicht schlecht, das Logo ist schön und überhaupt war das ein guter Anlass mal wieder Neil Young zu hören. Kein Grund zur Aufregung. Und für 2015 hatte ich mir doch so viel Gelassenheit vorgenommen.

Ich war schon drauf und dran, den Beitrag zu löschen oder wenigstens ein versöhnliches PS zu ergänzen.  Weiterlesen

Etikettenschwindel? Harvest Moons „Green Juice“ ist nicht ganz so grün

Könnte so schön sein: Der Saft von Harvest Moon

Könnte so schön sein: Der Saft von Harvest Moon

Es ist ja nichts Ungewöhnliches, dass ein Lebensmittel-Etikett mehr verspricht, als das Produkt hält.

Daran hat sich der mündige Verbraucher gewöhnt und die meisten Menschen sind wohl auch in der Lage das Kleingedruckte zu lesen.

Für mich jedenfalls muss keine Lebensmittelampel eingeführt werden. Ich weiß auch so, dass in Milchschnitte keine Milch, dafür aber löffelweise Zucker ist.

Was mich aber ärgert: Wenn auch die kleinen, vermeintlich feinen Bio/Loha/Hipster Lebensmittelproduzenten Mogelpackungen anbieten.

Zum Beispiel Harvest Moon.

Kürzlich entdeckte ich bei Rewe im Kühlregal zwischen den Smoothies von innocent und true fruits diesen „Green Juice“ von Harvest Moon. Kannte ich nicht, sah super aus, packte ich ein.

Kostete zwar irgendwas über drei Euro, aber hey, das ist es sicher auch wert. Schließlich sind in dem Saft laut Etikett „Mango, Pfirsich, Spirula und Weizengras“. Bei solch‘ erlesenen Zutaten will ich mich nicht lumpen lassen.  Weiterlesen