Ein guter Tipp für guten Schlaf

Gute Nacht, Mandelmus!

Warum träumt das blonde Covergirl so süß? Weil sie Mandelmus im Bauch hat!

Habe kürzlich mal wieder unter meinem Bett Staub gesaugt. Sollte man eigentlich regelmäßig machen, ich war da in letzter Zeit möglicherweise ein wenig nachlässig.

Jedenfalls fand ich dabei ein Spiegel-Wissen Heft zum Thema Schlaf & Traum. Aus dem Jahre 2009.

Was da nicht alles drin stand! In einem Artikel geht es darum, wie das schlafende Gehirn Erinnerungen speichert. In einem anderen um einen Wachhalterekord aus England. Und natürlich gibt es auch etwas dazu, wie schlaflose Promis mit Barbituraten den Schlummer erzwingen wollten.

Würde so Heft zum Thema Schlaf im Jahre 2015 erscheinen, wären die Themen ganz andere. Schließlich hat die Gadgetisierung längst die Schlafzimmer erreicht: Es gibt Lichtwecker, die den Sonnenaufgang simulieren und ganz sanft wecken. Weck-Apps erfühlen, wann man gerade ein Leichtschlafphase hat und bimmeln erst dann los.

Und, ein ganz heißes Ding: Es gibt Sleeptracker wie das Fitbit. Mit denen lässt sich protokollieren, wie gut man schläft.

Nicht zu vergessen, dass im April die  Apple Watch kommt, die auch entsprechende Funktionen hat. Weiterlesen

Gelesen: „Storytelling“ von Petra Sammer

"Storytelling" von Petra Sammer

Der Hunger auf Stories an sich ist natürlich nichts Neues – schließlich gibt es Storytelling, seitdem Menschen Lagerfeuer entzünden. Neu ist aber das Interesse, das Marketing und Unternehmenskommunikation am gelungenen Storytelling nehmen. Der Grund ist klar: Wenn immer mehr Werbebotschaften auf die Verbraucher eintrommeln, sind es die guten Geschichten, denen Aufmerksamkeit geschenkt wird, die im Gedächtnis bleiben und die im Netz geteilt werden.

Petra Sammer, CCO bei Ketchum, nimmt sich diesen Trend vor und gibt eine präzise Anleitung für erfolgreiches (Unternehmens-)Storytelling. Dabei orientiert sie sich an amerikanischen Autoren wie Syd Field und Robert McKee, die das Hollywood-Kino geprägt haben. Sicher nicht die schlechtesten Vorbilder. Im Zentrum des Buches stehen fünf Bausteine, die eine gute Geschichte ausmachen. Welche da wären: Der Grund, warum eine Geschichte erzählt wird. Ein Held. Ein Konflikt. Die Emotionen, die die Geschichte weckt. Und schließlich: Viralität.

Im einzelnen gestalten sich diese fünf Bausteine des guten Storytelling so: Gute Unternehmensstorys handeln nicht direkt vom Unternehmen oder vom Produkt selbst. Stattdessen handeln gute Unternehmensstorys von einer tieferen Motivation. Große Marken wie FedEx, Nike, Coca Cola oder Harley Davidson bedienen grundlegende Wünsche wie Sicherheit, Freude oder Selbstentfaltung. So wirken diese Storys sinnstiftend und es gibt einen Grund, die Geschichten zu erzählen, der über platte Werbung hinaus geht.

Ein weiteres Element einer guten Erzählung: Der Held der Geschichte. Hier plädiert die Autorin dafür, dass das Unternehmen nicht selbst diese Heldenrolle einnimmt, sondern die des Helfers. Gewissermaßen Robin statt Batman. Die Rolle des Helden ist dagegen dem Kunden vorbehalten.

Dritter Baustein: Ein Konflikt. Damit tun sich Unternehmen naturgemäß besonders schwer. Schließlich werden Konflikte und Probleme in der Unternehmenskommunikation meist euphemistisch als „Herausforderungen, denen man sich gern stellt“ umschrieben. Doch starke Storys sind keine To-Do-Liste, die man erfolgreich abarbeitet. Wer sein Publikum fesseln will, muss einen starken Konflikt präsentieren. Für Unternehmen bietet es sich daher auch hier wieder an, die Rolle des Robin einzunehmen, der Batman (=dem Kunden) bei der Lösung eines Konflikts beisteht.

Nächster Baustein für eine gute Story sind die Emotionen, die die Geschichte beim Publikum auslöst. Petra Sammer zeigt detailliert, wie man Neugierde weckt, Spannung aufbaut, den Zuschauer in die Erzählwelt eintauchen lässt – und ihn schließlich mit einem überraschenden Schluss wieder daraus entlässt. Schließlich ist im Internet-Zeitalter Viralität wesentlich für gute Stories. Dazu gehören auch die vielen transmedialen und interaktiven Möglichkeiten, die es für Storytelling heute gibt. Stories werden heute häufig über verschiedene Kanäle erzählt, zum Teil können die User die Geschichten selbst fortschreiben.

Ein sehenswertes Beispiel dafür ist die Kampagne zum Film The Dark Knight, die man im Detail hier nachvollziehen kann. Insgesamt bietet „Storytelling“ einen gelungenen, mit leichter Hand geschriebenen Überblick zum gleichnamigen großen Trendthema. Zahlreiche Links bieten weiteres Futter für alle jene, die über die Lektüre hinaus nach Inspiration suchen.

Zuerst erschienen im PR REPORT

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Woran erkennt man eigentlich Werthers Echte?

Omas Beste von Lidl. An wen erinnern die mich nochmal? Ich habs! An Storck Riesen!

Omas Beste von Lidl. An wen erinnern die mich nochmal? Ich habs! An Storck Riesen!

Die Supermarktkette LIDL versetzt die Republik derzeit mit einer spektakulären Kampagne in Aufruhr. Der ehemalige Billigheimer macht jetzt einen auf Qualität und Marke und Premium. Und hat konsequenterweise eine extrem hochwertige Kampagne gestartet: „Gute Qualität erkennt man an guter Qualität“ heißt es da. Da habe ich gleich mal mein Fremdwörterbuch rausgekramt und nachgeschaut, wie man eigentlich „Tautologie“ schreibt.

Das ist jedenfalls mal eine Kampagne, die genau das Maß an Kreativität und dem Unverwechselbarkeit widerspiegelt, für die LIDL auch im wirklichen Leben steht. Kein Wunder, dass auch die ausgebufftesten Werber an diesem rundum brillanten Stück Werbung allerhöchstens eine Sache bemäkeln können: Dass sie nicht selbst auf sowas Tolles gekommen sind.  Weiterlesen

Imperium der Kokosnuss

Vor ein paar Jahren gab es ein kleines Literaturskandälchen um Christian Krachts Buch Imperium.

In dem Roman geht es um einen sympathisch-durchgeknallten Deutschen, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der Südsee eine Kokovoren-Kolonie gründen will. Kokovore, das sind Leute, die sich ausschließlich von Kokosnüssen ernähren.

Würde August Engelhardt heute einen Edeka- oder Rewe-Markt besuchen – er würde Luftsprünge machen vor Glück. Denn was gibt es dort im Getränkeregal? Kokoswasser! In fast allen Farben und Formen.

Als kleine Verneigung vor Engelhardts Weltverbesserungsplänen habe ich ein paar davon ausprobiert:

Da wäre zunächst goco Kokoswasser. Kommt im metallic-blauen Tetrapack daher, schmeckt sehr frisch. Gibt’s schon länger in Deutschland zu kaufen. Und beim googlen stelle ich fest: Ich hatte selbst schon mal über dieses Wasser gebloggt. Weiterlesen

Ich bin schon ganz besoffen von diesem Birnensaft

Hochprozentige Qualität: Birnensaft von Van Nahmen

Hochprozentige Qualität: Birnensaft von Van Nahmen

Van Nahmen ist nur ein Fruchtsaft – aber ein wirklich edler Tropfen. In der Tat sind die Van-Nahmen-Säfte derart exquisit, dass ich diesen Blogbeitrag am liebsten in schnörkeliger Serifenschrift tippen würde. Aber das geht mit meinem Content Management System gerade nicht.

Noch lieber würde ich mit einer Silber-Feder in Sütterlinschrift auf handgeschöpftes Büttenpapier schreiben. Aber das bietet WordPress erst Recht nicht an.

Im Grunde ist aber nur Folgendes wichtig: Im Ottenser Kochhaus habe ich jüngst den Birnensaft von Van Nahmen entdeckt. Wenn man wie ich seinen Saft sonst immer in der 1,5 Liter Packung bei Lidl kauft, ist dieser Luxus-Saft eine Offenbarung auf mehreren Ebenen.

Über die großartige Idee, Saft aus sortenreinen Früchten zu herzustellen, hatte ich hier bereits gebloggt. Das war allerdings eine andere Marke.

Nun, da ich den Van Nahmen Birnensaft kenne, muss ich mich noch einmal über das stilechte Etikett begeistern: Schönere Naturmalerei gibt es allenfalls in der Alten Pinakothek in München. Weiterlesen