Malz-Erfrischungsgetränk mit Zuckerarten und Süßungsmitteln

Flensburger

Flensburger „Malzbier“ – mit Zuckerarten und Süßungsmittel

Schwer zu sagen, wie es dazu konnte, aber seit einiger Zeit genehmige ich mir abends regelmäßig ein Malzbier. Ich trinke es direkt aus der Flasche. Mir hilft das, die Mühen des Tages hinter mir zu lassen und abzuschalten.

Bislang gab es für mich bei Malzbier keine Alternative zu Vitamalz. Einmal in der Woche kaufte ich bei dem türkischen Getränkehändler in meiner Straße ein paar Flaschen davon. Er freute sich immer, wenn er mich sah und begrüßte mich mit den Worten. „Hallo Chef, sechs Flaschen Malz?“

Vitamalz ist ein Kindergetränk

Vitamalz erinnert mich an Urlaub und an Kindheit. Ich habe Vitamalz zum ersten Mal als Kind im Urlaub getrunken. Meine Malzbier-Initiierung fand an einem lauen Nordsee-Abend statt (An dieser Stelle stellen Sie sich bitte vor, wie im Hintergrund „Und es war Sommer“ von Peter Maffay läuft). Ich durfte mir so viele Malzbiere bestellen wie ich wollte, und es kamen sicher fünf, sechs zusammen. An dem Abend hatte ich erstmals in meinem Leben das Gefühl, ein Bäuchlein zu haben. Ein Gefühl, dass mich seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Macht zwar dick. Aber wenigstens nicht doof: Vitamalz

Macht zwar dick. Aber wenigstens nicht doof: Vitamalz

Und damit hängt auch schon zusammen, warum mir mein Feierabendbierchen zunehmend ein schlechtes Gewissen bereitet. Vitamalz macht nämlich ganz ohne Frage dick.

Auf einmal hat mein Getränkehändler Flensburger Malztrunk

Ich war also sehr interessiert, als mein Getränkehändler mich bei meinem letzten Malztrunkkauf fragte, warum ich denn nicht mal ein ein anderes Malzbier probieren wolle. „Es gibt noch ein anderes?“ fragte ich ungläubig.

„Natürlich“ meinte er und deutete auf einen hohen Turm aus Getränkekisten. Flensburger Malztrunk war drin. „Schmeckt besser und ist kalorienarm“ meinte er .

Oha. Ich war in der Laune, Altes hinter mir zu lassen und Neues auszuprobieren. Und so ließ ich mir also sechs Flaschen Flensburger Malz in die Plastiktüte packen.

Zuhause ließ ich es gleich ploppen und trank direkt aus der Flasche.  Die erste Buddel war schnell leer. Die Mischung aus kalt, süß und flüssig ging bei mir schon immer fix weg.

Schmeckte auch nicht schlecht, jedenfalls zuerst. Irgendwie frischer. Und nicht so zuckrig. Aber dann kam mir der Geschmack doch merkwürdig bekannt vor, ohne dass ich ihn schon einordnen konnte. Ich schaute auf die Liste der Inhaltsstoffe: Da stand ja was von Natriumsaccharin, von Natriumcyclamat von Succralose. Und von noch weiteren künstlichen Ekel-Stoffen.

Jetzt sah ich auch, dass auf der Flasche recht groß steht:

Malz-Erfrischungsgetränk mit Zuckerarten und Süßungsmitteln.

Kotz. Wer, bitteschön, will ein Feierabendbier, das mit Süßstoff gesüßt ist??? Und dann auch noch von Flensburger, die ich bis dato nicht für Trickser hielt.

Ich ließ die übrigen Flens-Flaschen aufploppen und goss die Plörre in den Ausguss.

Am nächsten Samstag trug ich die leeren Flaschen zu meinem Getränkehändler.

„Na, hat’s geschmeckt?“, fragte er.

„Nein“, sagte ich und stellte ihm die Plastiktüte mit den leeren Flaschen auf den Tresen.

Er räumt die leeren Flaschen wieder in den Flens-Turm. Es scheint mir, als sei es darin seit meinem Kauf nicht eine Flasche weniger geworden. Würde mich nicht wundern.

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Ein Gedanke zu “Malz-Erfrischungsgetränk mit Zuckerarten und Süßungsmitteln

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