Be here now: Headspace auf Sardinien

Je länger man regelmäßig meditiert, desto leichter fällt es jeweils, sich zum Meditieren hinzusetzen. Sonst ist es ja immer schwierig sich zu motivieren. Man verschiebt die Meditation am Morgen auf den Mittag, vom Mittag auf den Nachmittag, dann auf den Abend und dann doch wieder auf den nächsten Morgen…

Hier in Sardinien habe ich immer morgens direkt nach dem Aufwachen meditiert und dann Abends noch einmal, wenn Ute die Kinder ins Bett bringt. Zwei klar definierte Zeitpunkte, es gibt dann auch keine innere Debatte, ob jetzt nicht vielleicht lieber etwas lesen oder fernsehen würde.

Meditation in Thailand

Das letzte Mal, dass ich so regelmäßig täglich meditiert habe, war vor anderthalb Jahren in Thailand. Da waren wir für sieben Wochen und ich habe morgens als erstes meditiert. Wobei ich mir vorher noch immer eine Tasse Kaffee gemacht habe, wenn das möglich war.

Ich habe meist am Strand meditiert, einmal auch in einem Wat, zu Füßen eines Goldenen Buddhas. Und in den Bergen, mit Blick auf den Sonnenaufgang.

Es war nicht nur der Urlaub, der es mir leicht gemacht, dort täglich zu meditieren. Es ist auch leichter in Asien zu meditieren. Meditation fühlt sich dort natürlicher an. Die orangenen Mönchkutten sieht man jeden Tag in der Stadt. Und auch wenn diese Mönche sicher sehr anders meditieren als ich (vor allem nicht mit einer App) gehört Meditation in Asien zum Leben wie eine Tasse Tee.

Yoga-Kurse in Berlin Mitte

Ob man allerdings dort in eine Kloster gehen sollte zum Meditieren weiß ich nicht. Ich habe einen deutschen Lehrer getroffen, der in Asien einen Yoga-Kurs gemacht hat und meinte, dass diese Kurse in Berlin Mitte besser seien.

Kann ich mir gut vorstellen.  Dennoch ist die Spiritualität und das Im-Hier-Und-Jetzt sein in Asien allgegenwärtiger als bei uns. Das spürt man schon, wenn man einen Crepes an der Straße kauft. Die Frau, die die Bananen für den Crepe in Scheiben schneidet, wirkt beim Schneiden auf beneidenswerte Weise ganz und gar bei der Sache. Achtsamkeitskurse hat sich nicht nötig.

Ach ja: Heute dann noch das Hoffnungslose Unterfangen, Jacob für Meditation zu interessieren. Gestern hatte er es noch mit Inhalieren verwechselt –das hat er ja schon mal gemacht und es klingt ja ähnlich.

Heute habe ich ihm dann gesagt, er müsse erst einmal durch die Nase einatmen und durch den Mund wieder aus. Das war schon zu schwierig für ihn. Auch das Augen schließen und auf den Atem konzentrieren ging nicht. Die Augen waren sofort wieder auf.

Nun brauchen Kinder natürlich auch noch gar keine Meditation. Sie sind sowieso im Hier und Jetzt.

 

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Be here now: Headspace auf Sardinien

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