Igitt, Porridge!

Porrdige mit Apfel und Erdbeere aus dem Supermarkt

Porridge, das so gar nicht nach dem schmeckt, was die Tüte verspricht.

Porridge ist wieder hip. Sorry, ich nehme das „wieder“ zurück. Schließlich war  Porridge noch nie zuvor hip.

Porridge bzw. Haferschleim war bislang immer ein Frühstück für Leute, die entweder nichts anderes hatten, weil sie im Schottland der 1920 Jahre gelebt haben.

Oder für Leute, die sich gesund ernähren wollten, als weder Superfruits, noch Grüne Smoothies, noch FitBits erfunden waren. Das war in den 1970er Jahren.

Porridge ist wieder angesagt. In Lichtenberg, in Eimsbüttel und in der Variante von MyMüsli

Jetzt aber ist Porridge auf einmal angesagt. Man erkennt es an den Cafes in Berlin-Lichtenberg oder den Vegan-Restaurants in Hamburg-Eimsbüttel. Und daran, dass der Hipster-Brand MyMüsli offenbar Abnehmer für winzige Porridge 2Go Packungen findet.

Ich weiß, nach dieser Vorrede hört es sich gleichermaßen doof und unglaubwürdig an, aber: Ich esse schon seit zehn Jahren Porridge zum Frühstück. Nicht jeden Morgen. Aber immer dann sehr gern, wenn ich mal keine Lust auf Müsli habe. Dann koche ich stinknormale Haferflocken in Wasser und Milch auf. Kurz quellen lassen. Zack, fertig.

Nun wollte ich es aber mal mit einer der gepimpten Supermarkt-Varianten probieren und griff zu einer Tüte Apfel & Erdbeere Porridge, die immerhin versprach „ungesüßt“ zu sein.

Dieses Porrigde schmeckte süß und künstlich

Ich muss sagen, dass ich nichts erwartet hatte und diese Erwartung wurde auch voll bestätigt. Die Trockenfrüchte in diesem Porridge schmeckten süß und künstlich.

Aber was soll ich mich darüber beschweren – wer zu faul ist, seine Haferflocken bei Bedarf selbst ein wenig mit Trockenfrüchten aufzupeppen, der hat es auch nicht besser verdient, als von solchem Tütenfutter morgens enttäuscht zu werden.

Immerhin, umsonst war mein kleiner Ausflug ins Reich des Teuer-Porridges nicht. Es hat mich nämlich auf die Idee gebracht, mein Porridge jetzt regelmäßig höchstpersönlich aufzuwerten. Dafür koche ich die Flocken ersteinmal wie gewohnt auf. Dann kommen dazu: Ein halber gehackter Apfel, ein paar Walnüsse, klein geschnittene Trockenaprikosen, Kokosflocken und oder Zimt, und etwas geraspelter Ingwer.

Mit einer warmen Schüssel davon und einer Tasse Kaffee legt man sich wieder ins Bett und freut sich des Lebens wie ein Schottischer Landarbeiter am Ende eines langen, entbehrungsreichen Tages.

Und die hippen Fertigmüslis lässt man im Supermarkt-Regal stehen. Es werden sich schon genug Abnehmer dafür finden.

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