Das nächste große Ding nach Breaking Bad

Better Call Saul

Saul Goodman, als er noch ganz anders hieß. Dass er kein Gurkenwasser bekommt, ist nicht sein größtes Problem.

Kürzlich war mein familiärer Anhang für eine Weile aushäusig und ich hatte die Wohnung für mich allein.

Klar, dass ich das Wochenende für all die Dinge nutzen wollte, zu denen man sonst nie kommt. Vor allem also stundenlang DVDs schauen. Binge Watching, herrlich.

Ich widmete mich also der ersten Staffel von      Breaking Bad Spin off Better Call Saul. 10 Folgen an 2 Tagen.

 Die Serie ist super, ich kann sie uneingeschränkt empfehlen. Häufig wird gesagt, sie sei „aber nicht so gut wie Breaking Bad“.  Ich finde, Better Call Saul ist vor allem anders als Breaking Bad.

Man sagt ja auch nicht, dass Schokolade „aber besser schmeckt als Oliven“ Oliven und Schokolade schmecken einfach ganz unterschiedlich.

Wie es so ist mit einer solchen Serie. Man ist vor der Glotze festgenagelt, aber anders als bei einem guten Buch, verändert es auch nicht gerade mein Leben.

Es bleibt nichts hängen, das einen zu einem besseren Menschen macht.

 Aber halt, ein Satz aus der Serie hämmerte mir noch Tage später im Kopf herum: Der Satz lautet: „No cucumber water for you“

Gurkenwasser

Gurkenwasser mit Viva con Agua. Dazu passt vegetarisches Sushi.

Und zwar ist es so, dass Saul sein Anwaltsbüro im Hinterzimmer eines asiatischen Fußmassagesalons hat.

 Und wenn er da rein will, kommt er immer an einem großen Spender mit Gurkenwasser vorbei. Also normales Wasser, in das ein Gurkenscheiben geschnitten wurden und die nun oben schwammen.

Davon will Saul sehr gern etwas trinken, darf aber nicht. Warum er nicht darf, wird nicht näher erklärt. Vermutlich weil er nur Mieter in dem Massagesalon war, aber ein Kunde.

Ich war sehr emphatisch mit Saul und begann nun auch nach Gurkenwasser zu lechzen. Kaum dass die Serie zu Ende war, nahm ich also eine Gurke aus dem Gemüsefach unseres Kühlschranks, schnitt sie in dünne Scheibchen und goss dann eine Flasche lautes Viva Con Agua darüber.

Das Ergebnis hätte mindestens 9,9 von 10 Sternen bei International Movie Data Base verdient. Better Call Saul hat nur 8,8

Das Wasser wird fein aromatisiert, richtig raffiniert. Wenn es nicht so einfach herzustellen wäre, dann würde es für 5 Euro die Flasche im Biomarkt verkauft werden.

Kein Wunder, dass Saul so scharf auf das Wasser ist. Sonderbar, dass er es nicht selbst gemacht hat.

Ich habe in diesem Blog schon endlos viele Geschichten über Grüne Smoothies geschrieben. Heute glaube ich sagen zu können, dass grüne Smoothie ihren Peak erreicht haben. Der Trend ist schon wieder halb weg.  

Das nächste große Ding: Aromatisierte Wasser. Denn das geht natürlich nicht nur mit Gurken, sondern auch mit Ingwer, Minze, Apfelscheiben oder Himbeeren.

Das wird das nächste große Ding, mark my words

Hipster werden in spätestens einem Jahr 500-Euro-Karaffen bei aromatisierte-wasser.de bestellen, ohne die dieses Wasser angeblich nicht seine volle Wirkung erzielt

Auf instagram wird es lauter Aromatisierte-Wässer-Accounts geben.

Und der GU Verlag wird Bücher mit Rezepten verkaufen.

Wenn es soweit ist, dann erinnert Euch bitte daran, wo ihr zum ersten mal von aromatisierten Wässern gehört habt: Bei Better Call Saul.

Gelesen: Kein Bullshit. Was Manager heute wirklich können müssen.

Kein BullshitMarkus Baumanns, Thorsten Schumacher. Murmann Verlag 2014. 208 Seiten, 29,99 Euro

Schluss mit hohlen Managementphrasen: „Kein Bullshit“ ist das Buch, das modische Theorien der Unternehmensführung überflüssig machen will. Statt Methode A, B, oder C komme es viel mehr auf die richtige Haltung der Führungskräfte an.

Diese Haltung sei aber nichts, was sich in hierarchische Organigramme, Excel-Tabellen oder starre Zielvereinbarungen pressen lasse. Generell seien Unternehmen noch zu sehr darauf ausgerichtet, Massenprozesse effizient zu organisieren. Die Herausforderungen von heute heißen aber Schwarmintelligenz, Crowdsourcing und schnelle Innovationszyklen – oder auch das Anspruchsdenken der Generation Y, die Freiheit und Selbstbestimmung am Arbeitsplatz einfordert. Weiterlesen

Schön übersichtlich: Die erste Staffel von Fargo

Trotz der leuchtend roten Jacke, die Martin Freeman da trägt: Fargo ist eine düstere Serie.

Trotz der leuchtend roten Jacke, die Martin Freeman da trägt: Fargo ist eine düstere Serie.

Etwas an den Film Fargo angelehnt, aber doch ganz anders. Produziert von den Coen Brüdern, mit toller Musik.

Eine psychopathischer Killer – gespielt von Billy Bob Thornton – kommt in eine Kleinstadt und verursacht Mord und Chaos. Als Zuschauer fühlt man sich wie der  liebe Gott, weil man als einziger den Überblick über all die Irrungen und Wirrungen hat, die sich da auf der Mattscheibe abspielen.

Die Figuren sehen dagegen immer nur einen kleinen Ausschnitt der Welt und kapieren gar nichts. Das macht ihre Tragik aus. Weiterlesen