Birken-was….?!

Birkensaft von Birkengold

Birkensaft von Birkengold. Der Baum im Hintergrund ist übrigens eine Kastanie.

Seit ewigen Zeiten ist ein Buch über Bäume ganz oben in der Deutschen Buchbestseller-Liste. Wie schön, dass man Bäume jetzt auch trinken kann.

Seit kurzem gibt es in Deutschland Birkensaft zu kaufen. Bei Budnikowsky habe ich Birkensaft von Birkengold für 1,99 Euro entdeckt. Bei Edeka für 1,79 Euro. Jeweils für ein 330 Milliliter Fläschchen. Nicht gerade günstig, aber in jedem Fall interessant.

 Die Flasche ist nicht besonders hübsch, man kann sogar sagen, dass sie in ihrer Plastikhaftigkeit sogar ausgesprochen unhübsch wirkt. Macht aber immerhin neugierig, denn man fragt sich doch sehr, wie ein solcher Baumsaft schmeckt und vor allem wie er hergestellt wird.

Wird die Birke in einen Entsafter oder in einen Thermomixer gegeben und püriert? Das war meine erste Vermutung. Ich war aber froh als ich auf der Flasche las:

„Mehr als 100 Liter Wasser filtert eine Birke pro Tag durch ihr Wurzelsystem. Im Frühjahr werden die Bäume für wenige Wochen angezapft und der wunderbare Saft wird gesammelt.“ Soweit so gut.

Und wie schmeckt es? Weiterlesen

Die besondere Serie: Farmed and Dangerous

Sehr coole Serie: Farmed and Dangerous. Gibt’s auf Hulu und auf Youtube. Es geht um Agrarwirtschaft als großes schmutziges Business. Mit einem J.R.Ewing-artigen Bösewicht und einem Blogger / NGO-Aktivisten als Gegenspieler.

Hinter der Serie steht die amerikanische Restaurantkette Chipotle Mexican Grill. Ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen, kritisieren sie so die industrialisierte Lebensmittelproduktion. Wie gesagt, sehr coole Serie. Und sehr mutiges Marketing. Weiterlesen

Schlau und Fies: Wie Nike, ebay und Boss die Kunden von ihrem Geld trennen

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass deutsche Blogger ihre Beiträge besonders gern mit „Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden“ beginnen.

Da mag etwas dran sein und ich will das zum Anlass nehmen, heute eine Infografik  zu teilen, die die Jungs und Mädels von AlternativesFinder.com zusammengestellt haben. Die Grafik zeigt, was amerikanische Wissenschaftler über die Tricks  herausgefunden haben, mit denen Nike, Boss, ebay und andere ihren Kunden mehr Produkte andrehen, als diese eigentlich kaufen wollen.  Weiterlesen

„Es gibt sie jetzt doppelt, die guten Dinge“

Ist biber nichts weiter als ein billiger Manufactum Abklatsch?

Es gibt sie noch, die Manufactum-Kataloge. Nur dass es in diesem Fall ein biber Katalog ist.

Es gibt sie noch, die Manufactum-Kataloge. Nur, dass es in diesem Fall ein biber Katalog ist.

Was flattert mir da am Mittwoch vor Ostern als Beilage der ZEIT ins Haus? Ein Prospekt des Versandhauses biber. biber verkauft Haushaltsgegenstände im weiteren Sinne: Sonnenschirme, Schubkarren, Weinfässer usw.

Aber auch Lebensmittel wie zum Beispiel 30 Jahre altes Balsamico für 155 Euro. Baumkuchen für 29,50. Oder wie Schuhe aus Hanf oder Barfuss-Schuhe. Nicht billig, dafür aber – so Biber: qualitativ hochwertig, langlebig und nachhaltig produziert.

Der Prospekt hat mich gleich fasziniert: Er mutet sonderbar verschwurbelt an, denn die Bilder sind klein und oft kann man die Produkte gerade mal so erahnen. Dafür sind die Texte sehr ausführlich und fabulieren in erdiger Prosa von Haltbarkeit, Qualität und bleibenden Werten, wie man sie im Baumarkt einfach nicht findet.

Ich dachte nun erstens: Passt sicher alles zu den ZEIT-Lesern und im Grunde finde ich die Teile selbst gut – nur leider ein wenig teuer. Obwohl die Barfuss-Schuhe wirklich interessant sind… Weiterlesen

Brot und Wortspiele in der kleinen Konditorei

Die kleine konditorei ist wieder da, und zwar so richtig. Mit vier Läden, alle bei mir in der Nachbarschaft.

Als Freund guter Brötchen konnte es einem in den letzten Jahrzehnten Angst und Bange werden. Zuerst kamen diese Bäckereien à la Kamps. Deren Macher hatten festgestellt, dass man mit Brot richtig Geld verdienen kann. Landauf, landab buken sie die gleichen Backwaren. Nicht so richtig schlecht, aber weit davon entfernt richtig gut zu sein. Die Produktionkosten gegenüber dem normalen Bäcker um die Ecke, der sein Handwerk versteht, haben diese Ketten schätzungsweise halbiert. Folge: Bei den kleinen Um-die-Ecke-Bäcker gingen die Öfen aus.

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TRICKS FÜR LADENDIEBE

Die Zeitschrift „Der Mineralbrunnen“ gibt in der aktuellen Ausgabe ein paar wirklich gute Tipps: Unter der Headline „Die Tricks der Ladendiebe“ stellt Autor Hans-Günther Lemke die 20 gebräuchlichsten Methoden des Ladendiebstahls vor.

Der Artikel soll Angestellte im Einzelhandel für diese Tricks sensibilisieren – lustig ist aber, dass der Artikel genau so in der Zeitschrift „Der Ladendieb“ stehen könnte. Ich überlasse es den Lesern dieses Blogs, welche Lesart sie bevorzugen.

Mir gefielen jedenfalls am besten der „Trojanische Pferd Trick:
„Eine offene präparierte Handtasche wird auf einen Warenstapel gestellt. Der Ladendieb täuscht vor, etwas in der Tasche zu suchen. In Wirklichkeit öffnet er die im Boden der Tasche eingelassene Klappe und zieht die unter der Tasche befindliche Ware in die Tasche.“

Hat schon ein bisschen David-Copperfield-Style!

Simpel und elegant auch der „Teuer-Billig-Trick“:
„An der Kasse zahlt der Kunde eine Flasche Eierlikör. Im Umkarton befindet sich jedoch nicht die Flasche Eierlikör, sondern der teure Cognac.“

Ein bisschen sonderbar ist, dass der „Kinderwagentrick“ illustriert wird von einem Kind, das in einem Einkaufswagen sitzt – nicht in einem Kinderwagen.

Und schade, dass es kein Äquivalent des „Enkeltricks“ für Supermärkte zu geben scheint – dann würde sicher auch die Lokalpresse publizistisch auf das Thema aufspringen und es wäre nicht derart zu einem Nischendasein in Fachmedien wie „Der Mineralbrunnen“ verurteilt.

Der beste Deutsche Supermarkt? Eine Replik auf Hans Magnus Enzensberger

„Der Klügste, Beste, Blödeste: Auf solche Hitlisten lasse ich mich gar nicht ein.“, sagte Hans Magnus Enzensberger kürzlich in einem Interview.

Nun, dieser Blog scheut im Gegensatz zu dem sympathischen Münchener Dichter keine Hitlisten. Im Gegenteil: Wenn alles gut läuft, ist dieser Blog bald das Zentralorgan, vielleicht sogar das Leitmedium für Hitlisten über Supermärkte et al.

Um klein und bescheiden anzufangen: Der beste Laden um Babys zu wickeln ist eindeutig Budnikowsky. Weiterlesen