Wie Weihnachten am Zuckersandstrand: Kokos-Mandel Creme von Rapunzel

Kokos-Mandel Creme von Rapunzel

Mein Sonntagmorgen Programm fürs Croissant

Der Siegeszug der Kokosnuss scheint nicht mehr aufzuhalten. Diesen Eindruck muss man jedenfalls gewinnen, wenn man wie ich häufiger mal im Bio-Laden einkaufen geht.

Jedes Mal, wenn ich bei Erdkorn, Alnatura oder Veganza durch die Gänge tigere, dann hat sich die Kokosnuss wieder ein paar mehr Regalmeter erobert.

Woran liegts? An zwei Gründen, denke ich: Erstens wurde der Kokos-Anbau in Asien in den letzten Jahren professionalisiert, um nicht zu sagen: industrialisiert.

Vor ein paar Jahren noch haben dressierte Äffchen die Kokosnüsse einzeln vom Baum geholt und sie gleich an Ort und Stelle für die Touristen geknackt. Heute  dagegen wird die Ernte von einer Hundertschaft von Kokos-Drohnen erledigt. So in der Art stelle ich es mir jedenfalls vor. Weiterlesen

Be here now: Headspace auf Sardinien

Je länger man regelmäßig meditiert, desto leichter fällt es jeweils, sich zum Meditieren hinzusetzen. Sonst ist es ja immer schwierig sich zu motivieren. Man verschiebt die Meditation am Morgen auf den Mittag, vom Mittag auf den Nachmittag, dann auf den Abend und dann doch wieder auf den nächsten Morgen…

Hier in Sardinien habe ich immer morgens direkt nach dem Aufwachen meditiert und dann Abends noch einmal, wenn Ute die Kinder ins Bett bringt. Zwei klar definierte Zeitpunkte, es gibt dann auch keine innere Debatte, ob jetzt nicht vielleicht lieber etwas lesen oder fernsehen würde.

Meditation in Thailand

Das letzte Mal, dass ich so regelmäßig täglich meditiert habe, war vor anderthalb Jahren in Thailand. Da waren wir für sieben Wochen und ich habe morgens als erstes meditiert. Wobei ich mir vorher noch immer eine Tasse Kaffee gemacht habe, wenn das möglich war. Weiterlesen

Coke Life mit Cheese & Onion. Oder so ähnlich.

Wann ist man ein Klassiker? Wenn es man parodiert wird. Davon können Helene Fischer, Adel Tawil oder die Backstreet Boys ein Lied singen.

Jetzt darf sich auch Coca Cola Life diese Ehrennadel ans Revers heften. Ihr wisst schon: Coca Cola Life ist dieses grüne, mit Stevia gesüsste Getränk, das zurzeit an jeder Litfaßsäule hängt.

Ich hatte ja schon über Coke Life gebloggt, als den Drink noch keiner kannte. Und dann nochmal eine Hymne auf die Stevia-Cola geschrieben. Weiterlesen

Blogger Relations, Worst Case Scenario. Teil 1

Man hört so dies und das über „Blogger Relations“. Blogger Relation ist in etwa die Fortführung von Press Relation – statt Journalisten versuchen Unternehmen und Agenturen Blogger als Multiplikatoren zu erreichen.

Mein kleiner Blog bekommt gelegentlich auch mal Post: Pressemeldungen, Angebote neue Produkte zu testen  oder Einladungen zu Veranstaltungen.

Das finde ich prima – denn auch wenn ich in 90 Prozent der Fälle keine Verwendung für diese Angebote habe, ist es doch immer ein angenehmes Gefühl, beachtet zu werden.

Gelegentlich kommt es aber auch zu bizarren Anbandelungsversuchen. Und zwei davon will ich mal dokumentieren, ohne sie lange zu kommentieren. Weiterlesen

Gelesen: Operation Shitstorm. Berufsgeheimnisse eines professionellen Medien-Manipulators. Von Ryan Holiday

Operation Shitstorm von Ryan Holiday

Operation Shitstorm von Ryan Holiday

Geht es um die Verbreitung von News im Social-Media-Zeitalter, wird gern dieses Zitat eines unbekannten Amerikaners angeführt: „Wenn eine Nachricht wirklich wichtig ist, dann wird sie mich finden“. Dieser Spruch spiegelt eine der großen Verheißungen des digitalen Lebens wider: Bei der Auswahl von Nachrichten dient nicht mehr ein Journalist, sondern das soziale Netzwerk als Gatekeeper. Im eigenen Newsfeed würde man nur noch die für einen relevanten Nachrichten finden. Die Schwarmintelligenz soll alles Banale abfischen, bevor man seine Zeit damit verschwendet.

Eine schöne Idee – nur leider völlig falsch. Das jedenfalls behauptet Ryan Holiday in Operation Shitstorm. Berufsgeheimnisse eines professionellen Medien-Manipulators.

Soziale Medien, so Holiday, hätten keineswegs dazu geführt, dass uns nur noch die wirklich wichtigen Nachrichten erreichen. Sondern dazu, dass wir mehr als je zuvor einem Getöse aus zur Sensation aufgepumpten Banalitäten ausgesetzt sind.

Ryan Holiday, Jahrgang 1987, ist als Marketing-Direktor für American Apparel bekannt geworden. Für das Modelabel und dessen umstrittenen Gründer Dov Charney hat Holiday schrille Kampagnen inszeniert. Dabei war er war überaus kreativ, wenn es galt, hinter den Kulissen die Strippen zu ziehen: Seine Methode bestand häufig darin, zunächst kleinere Blogs zu bearbeiten, weil sich Meldungen dort am leichtesten platzieren lassen. An diese Blogs schickte er – gern auch von einer falschen  Mailadresse – vermeintliche Enthüllungen oder pseudo-geleakte Bilder von Foto-Shootings. Wurde diese Meldungen erst einmal aufgegriffen, sorgte Holiday selbst für die weitere Verbreitung in größeren Medien. So jagte er die Meldung die Nachrichtenleiter Sprosse für Sprosse hoch zu den größeren Blogs und zu weiteren Medien. Bis sie schließlich in den bundesweiten Abendnachrichten angelangt war. Weiterlesen

true fruits vs innocent, Teil 6: Kinderkram

Smoothies im Kühlschrank: Der weiße von innocent und der ebenfalls weiße von true fruits.

Smoothies im Kühlschrank: Der weiße von innocent und der ebenfalls weiße von true fruits.

In meinem Kühlschrank stehen nach wie vor zwei Flaschen weißer Smoothies. Eine von innocent und eine von true Fruits.

Ich wollte die beiden eigentlich schon letzte Woche in einem Geschmackstest gegeneinander antreten lassen. Mit mir selbst als einzigem Jury-Mitglied.

Aber dann zog da dieser seltsame Shitstorm #schluckimdunkel auf und ich dachte: Okay, wenn jetzt gerade alle durchdrehen, dann verschiebe ich das mit dem Testen der Smoothies noch ein wenig. Habe mir dann stattdessen erstmal die vielen extrem kindischen Twitter- und Blogbeiträge dazu durchgelesen.

Ich muss es leider so sagen: Wenn man zu viel von diesem Quatsch liest, ist man hinterher nicht mehr der Gleiche. Ich dachte, ich hätte ein dickes Fell, kann einfach „Popcorn“ rufen und über den Blödsinn lachen. Aber es geht nicht spurlos an einem vorbei: Leute, die im Grunde sicher recht intelligent sind und es bestimmt nur gut meinen, vergaloppieren sich so irrsinnig und führen sich im Schutz der Web-Anonymität auf wie Troglodyten.

Nun, wenn ich jetzt schon so viel kindisches Zeug lese, dann kann ich wenigstens einen Vierjährigen den innocent vs true-fruits Test machen lassen.

Der Vierjährige, den ich fürs Testen auserkoren habe, hat sich bislang als ausgesprochener Smoothie-Gegner erwiesen. Wann immer ich ihm einen Smoothie angeboten habe, meinte er „Smoothie, iiiihhh!“ oder „Bäh, Smoothie!“

Will er einfach nicht! Dass ich ihm sage, dass Smoothies nicht nur gesund, sondern auch sehr süß seien, interessiert den Vierjährigen nicht. Weiterlesen