Jetzt auch als Fußball-Snack: Wirsingchips von Heimatgut

Mittwochabend, Champions League. Real Madrid gegen Bayern München. Freund O. kommt mich besuchen, wir wollen das Spiel gemeinsam schauen. O. ist St. Pauli Fan, ich HSV. Wir können uns dieses Spiel also entspannt ansehen, in der Hoffnung auf ein spannendes Match.

O. hat etwas „zum Knabbern“ mitgebracht, weil es bei mir angeblich nie etwas gibt. Zwei Tüten Chips. Bzw. was man so „Chips“ nennt. Denn genauer gesagt überreicht mir Freund O. zwei Tüten Wirsing-Chips von Heimatgut. In den Sorten Cheesy Paprika und Italian Herb. Kürzlich hatte ich darüber gebloggt, nachdem ich diese neuen Chips bei Edeka gekauft hatte.  O. sagt, er hätte meinen Blog dazu nicht gelesen, sondern die Wirsing-Chips mitgebracht, weil er mit etwas Gutes tun wolle.

O. ist seit kurzem Veganer. Bier trinkt er noch, aber bei Chips ist er wählerisch geworden und mittlerweile schmecken ihm solche Gemüsechips besser als fettige Salzchips. Auch zum Bier, auch beim Fußball.
Nach weniger als 20 Minuten bringt Benzema Real 1:0 in Führung. O. jubelt. „Warum freust Du dich jetzt darüber?“, frage ich.“Wenn wir überhaupt für jemanden sein sollten, dann doch bitte für die Bayern.“ Weiterlesen

LIDL vs. LIDL

Lidl Tüte

Die Welt ist nicht schwarz und weiß. Es gibt auch reichlich Hellbraun. Zum Beispiel bei Lidl.

Fix was los bei den Jungs vom Discounter Lidl: Erst die Sache mit den sexistischen Bierfässern. Lidl hatte ein leicht zotiges Bierfass beworben und damit einen zünftigen Shitstorm ausgelöst. Unschön.

Dass Lidl-Chef Karl-Heinz Holland gerade gefeuert wurde, darf wohl auch nicht eben als Erfolgsmeldung verbucht werden.

Das Manager-Magazin hat aktuell auch gleich die vernichtende Titelstory parat: Der große Kehraus. Von ge­feu­er­tes Spit­zen­per­so­nal ist die Rede, von Ma­na­ge­ment­feh­lern, von Preis­krieg. Es wird die Frage gestellt, ob Lidl den Zwei­kampf mit Aldi verliert.

Andererseits darf ich zu all dem, quasi als Stimme von Herrn Otto Normaleinkäufer, sagen: Die Lidl Produkte, jedenfalls im Food Bereich, sind schon lange deutlich besser als bei Aldi. Jede Menge Marken, halbwegs frisches Obst und Gemüse und eine immer größer werdende Premium-Eigenmarke. Da passt es schon, dass sich Rewe kürzlich Sorgen machte, ob der Konkurrenz die die Supermärkte aus der Discounterecke anweht. Weiterlesen

Haribo vs. Katjes, Teil 3: Stevi-Lakritz von Haribo

Haribo Stevi-Lakritz

Schlank auf der Hüfte – fett im Preis: Stevi-Lakritz von Haribo

Stevia ist in Deutschland seit gut 2 Jahren als Süßungsmittel zugelassen. Doch bislang hat sich das südamerikanische Kraut nicht einmal ansatzweise als Zucker-Alternative etabliert. Dabei wäre doch gerade im Süßwarenbereich ein Riesenpotenzial für Stevia. Schon wegen der extrem kritischen Berichterstattung, die es in letzter Zeit zu Zucker gab (Tenor: Zucker = Crack. Die Beispiele sind legion, daher verlinke ich hier keine einzelnes). Aber noch immer muss man Stevia-Produkte mit der Lupe suchen. Gelegentlich stolpert man auch einfach mal über eines, ganz ohne zu suchen:

So habe ich kürzlich zufällig Stevia Lakritz von Haribo entdeckt. Weiterlesen

50 Jahre Nutella: Nutella Stories

Nutella wird 50 Jahre jung und dazu hat sich Ferrero die Aktion nutella Stories ausgedacht. Die Webseite dazu sieht wirklich gut aus. Die Aktion selber ist nicht gerade super originell, passt aber bestens zur Marke und ist sehr hübsch umgesetzt. User können ihre Nutella Story in Form von  Bild, Video oder Text hochladen.  Also alles drin, was modernes Marketing für Lebensmittel ausmacht: Content, Storytelling, Crowdsourcing. Was vielleicht fehlt: Der in diesem Jahr allgegenwärtige Hinweis auf den „Karnickel-Jahrgang“ 1964, aber was solls.

Meist geht es bei den nutella stories natürlich um Kindheitserinnerungen die man mit der Schokocreme verknüpft. Beim Stöbern in den Geschichten kann man sich den Spaß machen und in der seiteneigenen Suchmaschine den Begriff „Scheiße“ eingeben. Da kommen dann auch 2 Stories.

Ich selber kann daher nichts dazu beisteuern – bei uns zuhause war nutella verboten. Ich mochte es früher ohnehin nicht sonderlich gern. Der einzig akzeptable Brotaufstrich für mich als Kind war sonderbarerweise lange Zeit Butter. Auf den nutella Geschmack bin ich erst Mitte 20 gekommen – als ich damals aufhörte zu rauchen hatte ich das dringende Bedürfnis nach Zucker, viel Zucker und kam auf den nutella Geschmack. Anyways, die Webseite sieht wie gesagt wirklich gut aus, das 50-Jahre-Glas hat auch einen sehr passenden Retro-Look und ich mag mittlerweile nutella, alles bestens!

 

 

 

 

Buch von David A. Aaker: Markenrelevanz. Erfolgreich Wettbewerber ausschalten

"Markenrelevanz" von David A. Aaker
„Markenrelevanz“ von David A. Aaker

Erfolgreiche Marken zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht einfach nur die bessere Marke von vielen sind. Statt solcher Markenpräferenz müssen sie sich vielmehr durch Markenrelevanz auszeichnen. Markenrelevanz – damit ist gemeint, dass die Marke für eine substanzielle Innovation steht, die dem Kunden ein oder mehrere „Must-Haves“ bietet. Durch diese „Must-Haves“ kann eine neue Kategorie erzeugt werden – und nur solche Kategorien bieten die Chance auf spürbares Wachstum.

Das mag abstrakt und ein wenig technisch klingen – und genau so ist David A. Aakers Buch auch. „Markenrelevanz“ ist nicht noch ein knallbunt geschriebener Marketingratgeber, mit einer Fülle von Fallbeispielen aber ohne Abstraktionslevel. Aaker bietet rhetorisches Schwarzbrot, dafür aber eine durchdachte Strategie. Und wer Beispiele für Aakers Idee der Markenrelevanz möchte, bekommt diese natürlich auch. Es geht um Marken wie zum Beispiel Bionnade: Weiterlesen