Wie Weihnachten am Zuckersandstrand: Kokos-Mandel Creme von Rapunzel

Kokos-Mandel Creme von Rapunzel

Mein Sonntagmorgen Programm fürs Croissant

Der Siegeszug der Kokosnuss scheint nicht mehr aufzuhalten. Diesen Eindruck muss man jedenfalls gewinnen, wenn man wie ich häufiger mal im Bio-Laden einkaufen geht.

Jedes Mal, wenn ich bei Erdkorn, Alnatura oder Veganza durch die Gänge tigere, dann hat sich die Kokosnuss wieder ein paar mehr Regalmeter erobert.

Woran liegts? An zwei Gründen, denke ich: Erstens wurde der Kokos-Anbau in Asien in den letzten Jahren professionalisiert, um nicht zu sagen: industrialisiert.

Vor ein paar Jahren noch haben dressierte Äffchen die Kokosnüsse einzeln vom Baum geholt und sie gleich an Ort und Stelle für die Touristen geknackt. Heute  dagegen wird die Ernte von einer Hundertschaft von Kokos-Drohnen erledigt. So in der Art stelle ich es mir jedenfalls vor. Weiterlesen

Comeback with a Vengeance: Pistazie heißt jetzt Peacetazie

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Yippee ki-yay, motherfucker: Peacetazie von Brandgut

Yippee ki-yay, motherfucker: Peacetazie von Brandgut

Zeit für eine Rehabilitation: Pistazie war eine Nuss-Sorte, die ich längst abgeschrieben hatte. Von diesem Gewächs erwartete ich rein gar nichts mehr.

In meiner Kindheit war Pistazien-Eis mal halbwegs angesagt. Die Sorte ist aber längst nicht mehr in Eisdielen zu finden.

Und in öden Schulstunden boten Pistazien einen gewissen Unterhaltungswert, weil man sie so schön unter der Schulbank öffnen konnte. Da war die Inifinitesimalrechnung nicht mehr ganz so langweilig.

Aber dann? Verschwanden Pistazien aus der Welt. Warum auch immer. Allerhöchstens zeigten sie in grässlichen Drinks von Müllermilch ihr zur Fratze verzerrtes Gesicht.

Nun aber ist sie wieder da, die gute, alte Pistazie. Jetzt halt nicht mehr in langweilig, sondern in geil. Weswegen sie auch nicht mehr „Pistazie“ heißt. Sondern „Peacetazie“. Und ein Brotaufstrich im Glas ist. Weiterlesen

Symphonie des Grauens: Was taugen die Nutella-Nachmacher?

Es gibt so viele Schokocremes, die versuchen, wie Nutella zu sein. Heute schaue ich mir eine davon genauer an:  Brinkers Chocolate Symphony No. 7 Crunchy Haselnuss Crème. Bei Edeka für 2,99 Euro zu haben.

Noch bevor ich diese Symphony  aufschraube , fällt mir ein Haufen von Dissonanzen auf:

“Chocolate”, “Crunchy” “Haselnuss” “Crème” – dieser Englisch- / Deutsch- / Französisch-Sprachbrei auf dem Label wirkt schon deswegen albern, weil Brinkers eine belgische Firma ist. Außerdem passt der günstige Preis nicht zum auf edel gemachten Glas.

Immerhin: Wenn’s gut schmeckt, ist mir das herzlich egal.

Es schmeckt aber nicht. Jedenfalls nicht gut.

Als erstes: Die Konsistenz. Nicht cremig, sondern breiig. Weiterlesen

50 Jahre Nutella: Nutella Stories

Nutella wird 50 Jahre jung und dazu hat sich Ferrero die Aktion nutella Stories ausgedacht. Die Webseite dazu sieht wirklich gut aus. Die Aktion selber ist nicht gerade super originell, passt aber bestens zur Marke und ist sehr hübsch umgesetzt. User können ihre Nutella Story in Form von  Bild, Video oder Text hochladen.  Also alles drin, was modernes Marketing für Lebensmittel ausmacht: Content, Storytelling, Crowdsourcing. Was vielleicht fehlt: Der in diesem Jahr allgegenwärtige Hinweis auf den „Karnickel-Jahrgang“ 1964, aber was solls.

Meist geht es bei den nutella stories natürlich um Kindheitserinnerungen die man mit der Schokocreme verknüpft. Beim Stöbern in den Geschichten kann man sich den Spaß machen und in der seiteneigenen Suchmaschine den Begriff „Scheiße“ eingeben. Da kommen dann auch 2 Stories.

Ich selber kann daher nichts dazu beisteuern – bei uns zuhause war nutella verboten. Ich mochte es früher ohnehin nicht sonderlich gern. Der einzig akzeptable Brotaufstrich für mich als Kind war sonderbarerweise lange Zeit Butter. Auf den nutella Geschmack bin ich erst Mitte 20 gekommen – als ich damals aufhörte zu rauchen hatte ich das dringende Bedürfnis nach Zucker, viel Zucker und kam auf den nutella Geschmack. Anyways, die Webseite sieht wie gesagt wirklich gut aus, das 50-Jahre-Glas hat auch einen sehr passenden Retro-Look und ich mag mittlerweile nutella, alles bestens!

 

 

 

 

Karamellcreme von Lotus Bakeries

Lotus-Karamellcreme

Lotus-Karamellcreme

Ich bin ein ziemlicher Karamellfan – aber gute Karamellprodukte sind gar nicht so leicht zu finden. Und immer nur Snickers essen wird auf die Dauer auch langweilig.

Jedenfalls freue ich mich immer, wenn es in der Gastronomie zum Kaffee Karamell-Kekse von Lotus gibt. Die Schweizer verstehen definitiv was von Keksen. Nun habe ich kürzlich einen neuen Karamellaufstrich von eben diesen Lotus-Leuten im Supermarktregal entdeckt und das 380-Gramm-Glas kam natürlich sofort in meinen Einkaufswagen. Der Geschmack ist fein und genau richtig süß. Mehr als nur ein Hauch von Spekulatius. Und das Zeug klebt nicht an den Zähnen, auch schon mal sehr gut. Am besten schmeckt es auf warmen Weizen-Toasties (im Grunde geht es nur mit Weißbrot, alles andere ist nur für Leute, die Käse mit Marmelade und dergleichen mögen). Nicht gerade eine gesunde Kombi – aber delikat. Und passt natürlich ausgezeichnet zum Kaffee.

Auf dem Etikett wird die Creme als „Alternative zu Nougat-Creme oder Erdnussbutter“ angepriesen. Das könnte ich selbst nicht besser ausdrücken. Ach ja, ein klein wenig muss ich dann doch noch meckern: Das Glas ist leider ein wenig billig aufgemacht und wirkt, als wolle Lotus gegen die günstigen Handelsmarken und nicht gegen Nutella in den Ring steigen. Dabei kann die Creme Nutella geschmacklich ohne weiteres umboxen. Bei mir ist das Lotus-Glas jedenfalls nach zweieinhalb Tagen halb leer, während das Nutella-Glas daneben seit Wochen vor sich hindümpelt. Wem die rund 3 Euro zu teuer sein sollten: In der „Feinen Welt“ von Rewe gibts eine Spekulatiuscreme, die ähnlich gut schmeckt. Gibts allerdings erst wieder zur Weihnachtszeit.