Small is the New Big – Magnum gibt’s jetzt auch als Schokolade.

Magnum Weiße Tafel

Schmeckt auch ungekühlt: Magnum weiße Schokolade

Expand Your Brand, dachte man sich bei Langnese. Und jetzt wird Magnum nicht mehr nur als Eis verkauft,sondern auch als Schokolade.

Es ist irgendwie traurig: Wann immer ich vor einer Langnese Truhe stehe und mir eine Eis aussuche, greife ich zum weißen Magnum. Klar: Dolomiti, Nogger, Cornetto Erdbeer sind auch lecker.

Aber ich greife stets wie fremdgesteuert zum größten und teuersten Eis von Langnese. Weil’s mir einfach am besten schmeckt.

Dabei finde ich die Werbung und die Aufmachung dieses Eises affig, dumm und prollig. Wann immer ich Magnum-Werbung sehe, schwöre ich mir: Nie wieder isst Du das.

Und wenn ich dann wieder vor der Eistruhe stehe, blende ich das natürlich total aus und greife zum weißen Magnum.

Magnum: ein Industrieplastikprodukt, das sich 1 Milliarde Mal im Jahr verkauft

Magnum versucht (sehr erfolgreich) ein billiges Industrieplastikprodukt als exklusives Premiumerlebnis zu verkaufen. Und schafft dies auch 1 Milliarde mal im Jahr. Magnum ist Fett, Zucker und Aroma, verpackt in Kunststoff und kostet 2,50 Euro. Von einer Marge, wie Magnum sie bringt, kann wohl selbst Apple nur träumen.

Und jetzt gibt es auch noch Schokolade mit dem dicken M drauf. Und natürlich macht Langnese / Unilever auch hier wieder einen auf Luxus. Die Verpackung ist gold, weiß und schmal.  Weiterlesen

true fruits vs innocent, Teil 6: Kinderkram

Smoothies im Kühlschrank: Der weiße von innocent und der ebenfalls weiße von true fruits.

Smoothies im Kühlschrank: Der weiße von innocent und der ebenfalls weiße von true fruits.

In meinem Kühlschrank stehen nach wie vor zwei Flaschen weißer Smoothies. Eine von innocent und eine von true Fruits.

Ich wollte die beiden eigentlich schon letzte Woche in einem Geschmackstest gegeneinander antreten lassen. Mit mir selbst als einzigem Jury-Mitglied.

Aber dann zog da dieser seltsame Shitstorm #schluckimdunkel auf und ich dachte: Okay, wenn jetzt gerade alle durchdrehen, dann verschiebe ich das mit dem Testen der Smoothies noch ein wenig. Habe mir dann stattdessen erstmal die vielen extrem kindischen Twitter- und Blogbeiträge dazu durchgelesen.

Ich muss es leider so sagen: Wenn man zu viel von diesem Quatsch liest, ist man hinterher nicht mehr der Gleiche. Ich dachte, ich hätte ein dickes Fell, kann einfach „Popcorn“ rufen und über den Blödsinn lachen. Aber es geht nicht spurlos an einem vorbei: Leute, die im Grunde sicher recht intelligent sind und es bestimmt nur gut meinen, vergaloppieren sich so irrsinnig und führen sich im Schutz der Web-Anonymität auf wie Troglodyten.

Nun, wenn ich jetzt schon so viel kindisches Zeug lese, dann kann ich wenigstens einen Vierjährigen den innocent vs true-fruits Test machen lassen.

Der Vierjährige, den ich fürs Testen auserkoren habe, hat sich bislang als ausgesprochener Smoothie-Gegner erwiesen. Wann immer ich ihm einen Smoothie angeboten habe, meinte er „Smoothie, iiiihhh!“ oder „Bäh, Smoothie!“

Will er einfach nicht! Dass ich ihm sage, dass Smoothies nicht nur gesund, sondern auch sehr süß seien, interessiert den Vierjährigen nicht. Weiterlesen

Symphonie des Grauens: Was taugen die Nutella-Nachmacher?

Es gibt so viele Schokocremes, die versuchen, wie Nutella zu sein. Heute schaue ich mir eine davon genauer an:  Brinkers Chocolate Symphony No. 7 Crunchy Haselnuss Crème. Bei Edeka für 2,99 Euro zu haben.

Noch bevor ich diese Symphony  aufschraube , fällt mir ein Haufen von Dissonanzen auf:

“Chocolate”, “Crunchy” “Haselnuss” “Crème” – dieser Englisch- / Deutsch- / Französisch-Sprachbrei auf dem Label wirkt schon deswegen albern, weil Brinkers eine belgische Firma ist. Außerdem passt der günstige Preis nicht zum auf edel gemachten Glas.

Immerhin: Wenn’s gut schmeckt, ist mir das herzlich egal.

Es schmeckt aber nicht. Jedenfalls nicht gut.

Als erstes: Die Konsistenz. Nicht cremig, sondern breiig. Weiterlesen

Gummis und Beeren

Ich gebe zu: Bei Süßwaren aus dem Bioladen bin ich skeptisch bis zur Voreingenommenheit. In der Regel wird bei diesen Süßwaren auf biologischen Anbau und und Kompostierbarkeit geachtet, auf Öko-Verpackung, auf faire Bezahlung der Arbeiter, auf nachwachsende Rohstoffe sowie auf sämtliche EU Öko-Zertifikate.

Wenn man auf all das achtet, dann kann man schon vergessen, dass das Zeug vor allem schmecken soll.

Das neue „Regenwald Kaugummi“ Chicza ist ein Beispiel dafür. Name und Verpackung machen einen auf Indiostamm, Regenwald und Maya-Geheimniss – und ich will netterweise sogar glauben, dass die Chiczas aus Südamerika stammen. Und nicht, dass Name und Verpackung eine Masche von Marketeers aus Baden-Württemberg sind. Weiterlesen

Choc schwere Not

Darf man mit Essen Spielen? Auf jeden Fall, jedenfalls so lang es sich um Schokolade handelt: Ü-Ei, Weihnachtsmänner, Osterhasen, Schokotaler, Schokozigarretten – Ihr wisst, was ich meine.

Neulich entdecke ich an der Kasse vom Bio-Supermarkt Erdkorn in der Rentzelstraße (der übrigens immer herrlich leer ist,aber das nur nebenbei) dieses neue Spielzeug:

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iChoc. Das muss man sich erstmal mal auf der Zunge zergehen lassen. Übrigens liegt direkt neben dem Erdkorn ein Apple Händler, aber auch das nur nebenbei. Keine Ahnung, ob Tim Cook von dieser iChocolade gehört hat, oder was die Apple Rechtsabteilung dazu sagt, wenn sie mal in der Rentzelstraße bio-shoppen sollte.

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DER KRACHER – Pink Explosion von Lindt

PINK EXPLOSION LINDT SCHOKOLADE

PINK EXPLOSION von LINDT

HELLO – Pink Explosion von Lindt: Diese Schokolade ist so dermaßen Pink, dass es wohl nur ganz wenige Männer geben dürfte, die sie je probiert haben. Nun, seit dem Wochenende darf ich mich zu diesem erlesenen Kreis zählen. Meine Frau hatte mich netterweise mal kosten lassen. Was ich als Liebeserklärung verstehe, denn zum Teilen ist diese Schokolade eigentlich viel zu gut. Über die überraschenden Vorzüge der HELLO-Schokoladen von Lindt hatte ich ja schon gebloggt – aber das hier ist nochmal besser. Weiterlesen

Ferrero, Pringoooals, Salitos und noch ein paar mehr: Neue Snacks zur Fußball WM

Bis zur Fußball-WM sind es zwar noch 59 Tage. Lebensmittelhersteller bringen ihre WM-Produkte aber schon mal  in Stellung. WM-Sondereditionen sind mittlerweile ja schon lange keine Privileg von Bier- oder Chipsherstellern.  Auch WM-Editionen von Keksen, Schokolade oder Milchprodukten werden mit erstaunlicher  Routine ins Supermarktregal gedrückt. Putzmittel zur WM habe ich noch nicht gesichtet, kommt aber bestimmt noch. Bis zum 12. Juni ist ja noch Zeit etwas limitiert-limettiges, halbwegs brasilianisches zu produzieren.

Hier eine Übersicht von aktuellem WM Firlefanz – der gern auch als „Limited Edition“ angepriesen wird:

Ferrero ist bei Fußball traditionell weit vorn. Wenig verwunderlich also , dass von Happy Hippo über KinderCountry bis Hanuta Minis alle Ferrero Produkte als Fan Connection Produkte gelabelt sind. Wer absurd viele Punkte (nämlich 110) sammelt, bekommt ein DFB Fan-Shirt. Foodwatch hatte sich darüber bereits 2012 unter dem Titel „Bis das Trikot platzt lustig gemacht. Mal sehen ob die Verbraucherschützer sich dieses Jahr auch was einfallen lassen. Weiterlesen