Sekundärliteratur für den US-Wahlkampf: House of Cards, Staffel 4

house-of-cards-staffel-4

House of Cards: Frank Underwood ist grau geworden. Und noch blutrünstiger.

(Enthält kleinere Spoiler!)

Frank Underwood, gespielt von Kevin Spacey, geht ins Rennen um das Amt des US-Präsidenten. Und er ist zerstörungswütiger und blutrünstiger denn je. „We don’t submit to terror. We make the terror“ ist nur eines von vielen Zitaten, welches dem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Allerdings zeigt Präsident Underwood auch Schwäche, mehr noch als in der dritten Staffel. Seine Haare sind grau geworden, seine Gesundheit angeschlagen, seine Ehe liegt (in der ersten Hälfte der Staffel) in Trümmern – man muss sich um ihn sorgen. Dass seine körperlich schwache Verfassung ein Hindernis im Wahlkampf wird, ist eine interessante Parallele zu den Spekulationen über Hillary Clinton, die sich am 11.September 2016 bekanntlich auch nur mit letzter Kraft in ihre schwarze Limousine schleppte. Weiterlesen

Advertisements

Große Koalition und weiße Küsschen

Haben einen noch schlechteren Wahlkampf gemacht als die FDP: Ferrero weiße Küsschen

Haben einen noch schlechteren Wahlkampf gemacht als die FDP: Ferrero weiße Küsschen

Jetzt, da sich die #Groko gefunden hat und die Kanzlerin für eine dritte Amtszeit vereidigt wurde, ist der Wahlkampf endgültig Geschichte. TV-Duell, Stinkefinger, Maut-Zoff: Zu den Akten damit und ganz hinten im Archiv verstauen!

Denkt man so, aber ausgerechnet am Süßigkeiten-Regal musste ich gestern doch wieder an eine Wahlkampf-Episoden denken. Und zwar an eine ganz  peinliche. Für die waren allerdings nicht die Parteien, sondern Ferrero verantwortlich.

Ferrero hatte im August mit einem unfassbar unsensiblen Internet-Spot für einen Shitstorm gesorgt und sah sich gezwungen Weiterlesen

Der Wahl-Helfer: „Höllenritt Wahlkampf“ von Frank Stauss

"Höllenritt Wahlkampf" von Frank Stauss
Ein Wahlkampf ist die Krönung der Kommunikation. Die Zeit ist kurz, das Geld knapp und am Sonntagabend gibt es unausweichlich Sieger und Besiegte. Anders als bei Werbung für Joghurt, Bier oder Autos kann man nicht auf halber Kampagnen-Strecke den Kurs wechseln. Im Wahlkampf liegt die Wahrheit auf dem Platz, am Ende stehen hohe Ämter oder Opposition – nicht selten auch Rücktritt und Ende einer politischen Karriere.

Frank Stauss, Geschäftsführer der Werbeagentur Butter, hat zwei Jahrzehnte Wahlkampf gemacht, die meisten davon für die SPD. Höchst unterhaltsam und in flapsigem Werbesprech gibt er Einblicke in den Maschinenraum von Wahlkampagnen. Weiterlesen